logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Donnerstag, 05.07.2007

Umzug

Dieses Blog zieht um. Ab sofort: Kapitalismus-Magazin bei Wordpress. Ich bitte aller Blogger, die dieses Blog verlinkt haben, um eine Überprüfung ihrer Linkliste! Gründe: Blogg.de ist einfach nicht in der Lage, die Spam-Mails wirksam zu unterdrücken. Außerdem gibt es Werbung auf den Blogs und technisch sieht es bei Wordpress einfach besser aus. Das vorliegende Blog wird noch nicht gelöst, zumindest in den nächsten Monaten noch nicht. Das neue KM soll auch mehrere Autoren aufweisen, wobei ich durch Kenneth schon eine Zusage erhalten habe!

Mittwoch, 04.07.2007

Kandidatenwahl

Die Sense of Life Objectivists diskutieren über die Kandidaten für die amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Favorit der Leser ist Rudy Giuliani mit 49 %, gefolgt von Ron Paul mit 30 %. Liz erinnert uns daran, dass Paul einer der beiden Abgeordneten gewesen ist, der am 21. Juni gegen eine Resolution des Abgeordnetenhauses gestimmt hat, die den Sicherheitsrat der UN auffordert, den iranischen Präsidenten zu verurteilen, weil dieser zur Vernichtung Israels aufruft. Ein anderer Diskussionsteilnehmer verweist auf einen Artikel des Cato Institutes, wo sich David Boaz über die Unterstützung von Giuliani durch "libertarian-leaning Republicans" wundert, schließlich habe Giuliani Zeit seiner Karriere einen "autoritären Charakterzug" gezeigt. Lindsay Perigo scheint Senator Lieberman zu präferieren (von dem mir allerdings keine Kandidatur bekannt ist). Hintergrund ist Liebermans Forderung nach einer Bombadierung des Iran:

  • Angesichts der Vorwürfe gegen Teheran, feindliche Kämpfer im Irak zu unterstützen, will US-Senator Joseph Lieberman einen Militärschlag gegen den Iran in Erwägung ziehen. Die Vereinigten Staaten müssten bereit sein, die Iraner mit Militäreinsätzen daran zu hindern, im Irak amerikanische Soldaten zu töten, sagte der parteilose Politiker am Sonntag.

Dienstag, 03.07.2007

Franz Lehar durch den Wolf gedreht

Als ich diese Operettenaufführung (im Fernsehen) sah, erinnerte ich mich darin, wie ich als Abiturient (vor Jahrzehnten) über "Werktreue" noch spotten konnte. Nun verteidige ich sei, weil ich weiß, dass die Künstler ein Recht auf ihr Werk haben. Was die Komische Oper in Berlin mit Franz Lehars Land des Lächelns gemacht hat, ist eine Unverschämtheit, weil diese Inszenierung nichts mit dem zu tun hat, was der Komponist niedergeschrieben hat. Kurz gesagt: Lehar würde sich im Grabe umdrehen angesichts der Verhunzung seiner Operette. In der Berliner Zeitung heißt es natürlich nicht Verhunzung, sondern "kritisch-didaktisches Regietheater".  Der Tagesspiegel berichtet von einem "einsamen Buhrufer", den ich zwar vor dem Fernseher nicht gehört habe, den ich absolut verstehen kann ...Was die Leistungen der Darsteller angeht: Die NZZ bescheinigt dem Darsteller des Prinzen Sou Chong "erlesenem musikalischem Geschmack". Sorry, hat der NZZ-Autor schon jemals etwas von Peters Anders gehört?

Update: In DIE WELT findet sich folgender Leserbrief

  • Konwitschny hat sich noch nie an ein Werk gehalten. Mangels eigenem, künstlerischen Vermögens, vergreift er sich nicht nur an den ganz Großen, sondern vergewaltigt sie regelmäßig unter dem Beifall der linken, nihilistischen Presse und Indentantenschaft. Er verhunzt jedes Stück und wird dafür auch noch teuer honoriert. Dank unseres Kultursystems, welches jedem Dahergelaufenen freien Raum läßt, dürfen wir Steuerzahler eben jeden Mist bezahlen. Aber warum auch nicht? Das untere Mittelmaß an Politikern und Beamten gehen ja nach gleichem Schema vor! Gott, was ist nur aus dem Land der Dichter und Denker geworden?

Freitag, 22.06.2007

Die Freiheit steht auf dem Spiel, nicht das Klima

Edward Cline vom Blog Rule of Reason macht mich auf einen bemerkenswerten Artikel eines bemerkenswerten europäischen Politikers aufmerksam. Der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus schreibt in der Financial Times (deutsche Übersetzung):

  • Als jemand, der die meiste Zeit seines Lebens unter dem Kommunismus gelebt hat, fühle ich verpflichtet zu sagen, dass ich als größte Bedrohung für Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft jetzt den ambitionierten Ökologismus ansehe, nicht den Kommunismus. 

Donnerstag, 21.06.2007

Konservative Planspiele

Prodos verweist qua Steve Millroy auf einen Artikel von Jim Manzi aus dem konservativen National Review. Manzi äußert sich dort zum Thema “globale Erwärmung” folgendermaßen:

Es ist nicht länger möglich, wissenschaftlich oder politisch, zu leugnen, dass menschliche Aktivitäten sehr wahrscheinlich die globalen Temperaturen erhöht haben …

Die politische Dimension dieses Satzes geht davon aus, dass es  ein derartig gewaltiges politisches Momentum der Panikmache vor einer globalen Erwärmung gibt, dass hier jeder Widerstand zwecklos ist. Manzis ”Planspiel” besteht daraus, dass Konservative bei diesem Spiel einfach mitmachen sollten…um das Schlimmste zu verhindern.  
In einem Artikel aus dem National Review Online vom März diesen Jahres hatte Manzi geschrieben, dass die verfügbaren Beweise anzeigten, dass es “wahrscheinlich” sei (wenn auch nicht strikt wissenschaftlich bewiesen), dass menschliche Aktivitäten die globalen Temperaturen bis heute erhöht hätten und in der Zukunft weiter erhöhen würden. Seine Empfehlung war damals “bessere Wissenschaft” gewesen. “Mehr Licht und weniger Hitze”, lautete  sein Credo, wobei man befürchten muss, dass seine neuesten Erkenntnisse nichts mehr als Hitzewallungen sind.

Montag, 18.06.2007

Das unbekannte Ideal: FDP ohne SLS

Ein Parteimitglied aus eine Partei auszuschließen, ist nicht so einfach. Einfacher wäre es, dieses Mitglied zumindest mit keinen Führungsfunktionen zu versorgen und ansonsten die programmatische Linie so zu formulieren, dass sich dieses Mitglied demoralisiert aus der Partei zurückzieht. Sabine Leutheuser-Schnarrenberger wird die FDP vermutlich nicht so bald verlassen, denn schließlich wurde sie wieder  in das Präsidium der Partei  gewählt - mit einem Stimmenanteil von 73,93 %). Und inhaltlich schlug sie auch einige Pflöcke ein, indem sie den Parteivorsitzenden dafür kritisierte, dass er die Linkspartei zu populistisch angegangen habe. Bei einer  Partei, die von einem "Systemwechsel" (in Richtung Sozialismus) schwadroniert, ist dies für einen liberalen Parteiführer eine bare Selbstverständlichkeit. Man hätte sich sogar noch deutlichere Worte gewünscht. Dass eine führende FDP-Politikerin dies als Populismus wahrnimmt, wirft ein interessantes Licht auf ihren "Bürgerrechtsliberalismus". 

Donnerstag, 14.06.2007

Wahnsinn mit Methode

Wolfgang Münchau glaubt, dass die Tirade des SPD-Vorsitzenden Beck gegen die angeblich "neoliberale" Union durchaus geschickt ist:

  • Ein rational denkender Beck wird zu Recht annehmen, dass er bei unveränderter Strategie die Wahl verlieren wird.

 "Rational" ist die Denkweise von Kurt Beck keineswegs, vielleicht "logisch" im Rahmen seines Weltbildes. Rational in einem politischen Kontext bedeutet Laissez-faire-Kapitalismus, worauf Kurt Beck in der Tat nicht zusteuern möchte.

Montag, 11.06.2007

RTL läßt Klimahäretiker zu Wort kommen

Endlich nimmt sich auch ein großer deutscher Fensehsender (RTL 22.15 Uhr) das Thema "Klimawandel" in einer etwas anderen Art an, als wir es bisher gewohnt war: die Klimahäretiker kommen zu Wort! Auszug:

  • Dr. Hans Labohm, Expertengutachter für den zwischenstaatlichen Ausschuss der Klimaänderungen (IPPC) der Vereinten Nationen: "Es gibtzehntausende von Wissenschaftlern, die nicht einverstanden sind mit der Hypothese, dass der Mensch einen bedeutenden Beitrag liefert zum Klimawandel. Unter diesen 10.000 Wissenschaftlern sind allein 70 Nobelpreisträger."

Update: Die RTL-"Extra spezial"- Sendung über den "Klimaschwindel" verfolgten ab 22.15 Uhr 2,87 Millionen Zuschauer (13,8 Prozent).

Donnerstag, 07.06.2007

Entwicklungshilfe: unmoralisch und unpraktisch

Die Forderungen der Globalisierungsgegner nach mehr Entwicklungshilfe und die Realität (Wirtschaftswoche):

  • Die Forderung der bunten Schar: Die reichen Länder sollen zumindest ihre Versprechen einhalten. In Gleneagles hatten die G8 beschlossen, ihre Entwicklungsgelder bis 2010 auf 50 Milliarden Dollar pro Jahr zu verdoppeln. Die Umsetzung lässt in der Tat zu wünschen übrig. Nach Berechnungen der Hilfsorganisation Oxfam wäre eine kräftige Aufstockung der Hilfen notwendig, ansonsten werde das Ziel um 30 Milliarden Dollar verfehlt.

Und was sind praktischen Ergebnisse der westlichen Entwicklungshifle:

  • ?Die Ergebnisse der Entwicklungshilfe sind extrem enttäuschend?, sagt William Easterly von der New York University. So hat Afrika, der Schwerpunkt der internationalen Entwicklungshilfe, seit 1960 Hilfen in Höhe von 568 Milliarden Dollar erhalten ? aber die Probleme des Kontinents sind kaum kleiner geworden. ?Der Lebensstandard der Menschen hat sich praktisch überhaupt nicht gebessert?, sagt Easterly.

    In manchen Ländern ist die Situation sogar noch bedrückender als zu Beginn des Abenteuers Entwicklungshilfe. Der Schriftsteller Paul Theroux, der vor über 40 Jahren als junger Idealist im ländlichen Malawi unterrichtete, war entsetzt, als er nun dorthin zurückkehrte. ?Die Bürger Malawis sind heute schlechter ausgebildet und ärmer, sie leiden stärker unter Krankheiten und unzureichender Versorgung als Anfang der Sechzigerjahre.?

Elan Journo hält die Forderungen nach mehr Entwicklungshilfe sogar für unmoralisch, da es keine moralische Pflicht gebe, sich für die Armen aufzuopfern. Und er weist auf die Ursachen der in der Tat beklagenswerten Armut in Afrika hin, die von den Anti-Globalisten so beharrlich übersehen werden:

  • Afrika ist arm, weil es voll mit blutigem Tribalismus und Aberglauben ist - Ideen, die im Mittelalter die westliche Welt so arm, wenn nicht ärmer, hielt wie Afrika heute. Wenn die Befürworter von westlicher Hilfe wirklich ernsthaft daran interessiert sind, den Afrikanern zu helfen, würden sie für politische und ökonomische Freiheit werben, für Individualismus, Vernunft und Kapitalismus, für die Ideen, die notwendig sind, um Wohlstand zu schaffen. 

Montag, 04.06.2007

Am Anfang war der Zorn

Horst Stowasser, selbst Anarchist, hat ein Buch über den Anarchismus geschrieben, in der er den  "deutschen Mainstream-Anarchismus unserer Tage" als "skurile Glaubensgemeinschaft" bezeichnet. Welche Art von Glauben hier propagiert wird, scheint schon der erste Satz seines Buches deutlich zu machen: "Am Anfang war der Zorn." 

Sonntag, 03.06.2007

Vor und hinter dem Zaun

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet heute im Feuilleton:
"Bild" und "Vanity Fair" geben sich als Globalisierungsgegner

Bei beiden Medien muss diese Ausrichtung sehr verwundern, schließlich handelt es sich bei der Bild Zeitung um das Hassobjekt der Neuen Linken aus den sechziger Jahren. Und Vanity Fair hat einen ausgesprochen rechtsliberalen Chefredakteur, bei dem ich mich allerdings manchmal frage, ob er die Inhalte seines Magazins so genießen kann, dass er den Inhalt seines Magens noch bei sich behält. Beide Magazine tragen allerdings durch ihre Propaganda Verantwortung auch für die gewalttätigen Ausschreitungen von Anti-Globalisten gestern in Rostock. Derartige Exzesse wären gar nicht möglich, wenn die Gewalttäter nicht spüren würden, wie sehr die Masse auf ihrer Seite steht und die sich dadurch in ihrer Pseudomoral bestätigt sehen. Sie sind in der Tat nur die Spitze des Eisbergs und "Bild" und "Vanity Fair" sollten zur Kenntnis nehmen, dass sie auch Teil dieses Eisbergs sind. Dieser Eisberg besteht aus purem Emotionalismus oder, wie Tobias Kaufmann es nennt, "Ressentiments":

Die ideologisch-theoretischen Diskussionspapiere von Attac sind so überzeugend wie die Idee, man könnte von Heiligendamm mit dem Zug zum Mond fahren.

Und Tobias Kaufmann deutet etwas an, was ebenso richtig ist, nämlich, dass auch innerhalb des Zaunes bei dem versammelten Staatsmännern von der Essenz gar nicht so sehr anderes gedacht wird als bei den Demonstranten vor dem Zaun.

Dienstag, 29.05.2007

Das Mädchen Rosemarie

Keine Dagny. Keine Kira.

Wer sich so hemmungslos von seinen Leidenschaften, Emotionen und Begierden treiben lässt, denkt sicher nicht daran, dass eine Kerze, die man an beiden Seiten anzündet, auch schneller abbrennt.

Rosa Albach-Retty über ihre Enkelin Romy Schneider, die am 29. Mai 1982 im Alter von 43 Jahren starb.